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Anbieter von MiS Micro-Stimulations-Systemen zur Dekubitus- und Schmerztherapie:
www.thevo.info

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Meine 92 jährige Mutter hat laut soz. Pflegedienst einen Dekubitus in der Pofalte.  Ich habe mir das angeschaut. Die Haut in der Pofalte ist dunkelrot und es befindet sich in einer helleren Region ein 1,5 cm langer Schlitz in der Haut. Verschärfend kommt hinzu, dass meine Mutter inkontinent ist. Sie sitzt den ganzen Tag in einem alten Sessel und steht nur noch selten auf. Es wurde ein Multifunktionsstuhl angeschafft, der mir sehr hart vorkommt und in den sie nicht sitzen möchte. Das dazugehörige Sitzkissen ist auch sehr hart und hat im hinteren Teil eine kleine Aussparung (c.a. 7 cm Durchmesser). Sie hat auch eine spezielle Matratze. Der Pflegedienst kommt zweimal täglich und macht Dekubituspflege. Ansonsten ist eine 24 Stundenhilfe bei ihr, die sie auch aufs Klo führt und die Windeln wechselt. Der soz. Pflegedienst verpasst ihr ein klebendes Pflaster, das Feuchtigkeit nicht entweichen lässt (wahrscheinlich Fixomull stretch). Können Sie mir einen Rat geben, was man da machen kann?

 

Unsere Expertin

referent m saller

dass Sie aufgrund der offenen Wunde beunruhigt sind, kann ich sehr gut verstehen. Hier einige Anregungen, die Ihnen weiterhelfen werden:

Zunächst einmal möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei der offenen Stelle wahrscheinlich nicht um einen Dekubitus handelt. Bei starker Inkontinenz kann es in Hautfalten immer wieder zu Hautmazerationen kommen, das gilt besonders für die Pofalte. Ein Dekubitus entsteht hingegen immer über Knochen oder Knochenvorsprüngen. Im Falle Ihrer Mutter wäre der Dekubitus eher über dem Kreuzbein. 

Es ist wichtig, dies zu beachten. Denn eine Wunde, die durch Feuchtigkeit entsteht, muss anders behandelt werden als eine Wunde, die sich aufgrund
von Druckspitzen entwickelt.

Meine Empfehlung für Sie und Ihre Mutter: Verzichten Sie auf das Sitzkissen. Seit 2001 werden Sitzkissen mit Aussparungen laut nationalem Expertenstandard nicht mehr empfohlen. Nutzen Sie stattdessen ein besonders weiches Sitzkissen mit Luft- oder Schaumstofffüllung. Dieses hilft, den Druck gleichmäßiger zu verteilen.
Geeignete Produkte finden Sie im Sanitätshaus Ihres Vertrauens.

Darüber hinaus sollten Sie direkt im Sanitätshaus oder bei Ihrer Krankenkasse nach einem Wundberater fragen, der sich den Riss vor Ort anschaut und weitere individuelle Maßnahmen empfehlen kann. Mit einer passenden Therapie heilen derartige Wunden auch im hohen Alter wieder aus.

Ich wünsche Ihnen beiden alles Gute.

 

- Marion Saller, Diplom-Pflegewirtin, IGAP Institut für Innovationen im Gesundheitswesen und angewandte Pflegeforschung e.V.


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